In der Woche vor den Osterferien war die 4. Klasse aus Grafenhausen auf Klassenfahrt im Landschulheim. Drei Tage voller Erlebnisse, Bewegung und guter Laune liegen hinter uns. Auch mit dem Wetter hatten wir großes Glück: Kein einziges Wölkchen, nicht ein Tropfen Regen trübte unseren Ausflug. Für den Schwarzwald im März ist das alles andere als selbstverständlich – nur wenige Tage später fiel sogar noch einmal Schnee.
Untergebracht waren wir in der Jugendherberge Veltishof, einem ehemaligen Bauernhof unter Denkmalschutz. Die Herberge liegt idyllisch zwischen dem Seebachtal und dem Titisee, ohnehin schon etwas abgeschieden – und dann hatten wir das große Haus auch noch ganz für uns allein!
Freitag: Schnitzel, Rätsel und ein funkelnder See
Gleich am ersten Tag ging es für uns ins Seebachtal, ein ruhiges, aber faszinierendes Naturschutzgebiet. Zwischen von Bibern gefällten Bäumen starteten wir – aufgeteilt in Gruppen – eine fordernde Schnitzeljagd. Dabei waren Köpfchen, Orientierungssinn und vor allem Teamarbeit gefragt, denn nur gemeinsam konnten die kniffligen Aufgaben gelöst werden. Jede Station wartete mit einer Aufgabe, die Köpfchen, Geschicklichkeit oder eine gute Wahrnehmung erforderte. Nur wenn eine Gruppe es schaffte, die Aufgabe zu lösen, konnte sie die nächste Station ohne Hilfe finden.
Am Ende wartete die wohlverdiente Belohnung: echte Schnitzel – diesmal mit Ketchup und Pommes statt mit Rätseln und Aufgaben –, die nach der Anstrengung gleich doppelt gut schmeckten.
Am Abend wurde es dann richtig stimmungsvoll: Bei einer Fackelwanderung leuchteten über 20 Fackeln in der Dunkelheit und spiegelten sich im Titisee – ein magischer Anblick, den so schnell niemand vergessen wird.
Samstag: Action, Ausdauer und grandiose Aussichten
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Erlebnispädagogik mit Zwerger & Raab. Ob Bewegungsspiele, spannende Teamaufgaben oder sogar Bogenschießen – immer wieder zeigte sich: Erfolg hat nur, wer zusammenarbeitet.
Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel führte uns unser Weg anschließend zum Titisee. Am liebsten wären wir einfach am Ufer sitzen geblieben – doch wir hatten noch Großes vor!
Am Nachmittag ging es nämlich hinauf auf den Hochfirst, den Hausberg des Titisees. Der Aufstieg verlangte einiges an Durchhaltevermögen und Kraft – das war definitiv kein Spaziergang. Umgeben vom satten Grün der Tannen kämpften wir uns Schritt für Schritt nach oben. Doch die Mühe wurde belohnt: Nach über einer Stunde erreichten wir den Gipfel und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Nirgendwo glitzert der Titisee so schön wie von hier oben!
Nach dem Abstieg wartete eine warme Mahlzeit auf uns – und die hatten wir uns wirklich verdient. Der Schrittzähler einer Schülerin zeigte am Ende des Tages fast 30.000 Schritte!
Kein Wunder also, dass der Abend etwas ruhiger ausfiel: Im Stuhlkreis spielten wir „Werwölfe im Düsterwald“ und ließen den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.
Sonntag: Aufräumen, Eis und Abschied
Am letzten Tag hieß es: Koffer packen, Betten abziehen, Zimmer aufräumen und fegen. Das klappte so gut, dass wir weit über eine Stunde früher fertig waren als geplant. Was macht man mit so viel gewonnener Zeit? Natürlich: noch einmal an den Titisee! Dort gönnten wir uns ein leckeres Eis, bevor es schließlich zurück nach Hause ging.
Auch wenn die Tage wie im Flug vergingen und es schwerfiel, Abschied zu nehmen, kamen alle Kinder glücklich und voller neuer Erinnerungen wieder bei ihren Eltern an.
Eine Klassenfahrt, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.